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Seit 4 Jahren veranstalten einige engagierte Leute das Etzeler Mofarennen. Aber ich glaube es ist ihnen noch nie so gut gelungen wie dieses Jahr. Als wir den Platz Freitag so gegen 18.00 Uhr erreichten, war schon alles vorbereitet. Eine 450m lange Grasbahn mit einigen Überraschungen versehen erwartete uns. Nachdem wir alle begrüßt haben fingen wir an unser Lager aufzubauen. Als wir fertig waren, war im Festzelt schon reges treiben. Nachdem wir uns gestärkt hatten zusammen mit den Jungs vom Zündapp Cross Team begaben wir uns zu "Mausis Hafenbude" wo man alles bekommen konnte was das Herz begehrt. Die Musik war gut und laut, und die ersten Mofas begaben sich auf die gut beleuchtete Burn - Out Platte. Es qualmte ein Reifen nach dem anderen ab, und ein Geruch aus Gummi und Zweitakt Oel schwebte über dem Gelände. Genug gefeiert begaben wir uns wieder in unser Fahrerlager wo Hermann nach einer anstrengenden Spätschicht so ca. gegen 23.00 Uhr auf dem Platz eintraf. Der nächste Morgen war glaube ich für uns alle nicht leicht, aber schon gegen 8.30 Uhr Burnten die ersten Mofas auf der Platte. Schön geweckt haben wir uns erstmal für den Tag gestärkt. Der Platz füllte sich mit den Rennteams, und man konnte sein Mofa auf der Strecke ausprobieren. So gegen 11.00 Uhr wurde dann die Startaufstellung ermittelt, und zwar nicht mit Motorkraft sondern mit Muskelkraft. Ein Hercules Motor musste geworfen werden, und wer ihn am weitesten schmeissen konnte, führte das Fahrerfeld am Start an. Punkt 14.00 Uhr startete das Rennen mit einem fliegendem Start. Das Rennen lief gut für uns, doch dann fing es doch wieder an. Bremzug gerissen... was nicht weiter schlimm gewesen wäre, wenn es nicht der unserer einzig funktionierender Bremse gewesen wäre. Kurze Pause dann ging es weiter. Wir fuhren eigentlich gut vorne mit, aber schon wieder kam das Mofa in die Box. Das Gegenteil, der Vergaser klemmte. Also Vergaser auseinander, reinigen und weiter geht´s. Doch Plötzlich, so in der zweiten Hälfte des Rennens: Leistungsverlust. Wie sich später beim demontieren herausstellte war der zweite Kolbenring weg, und es grinsten uns tiefe Riefen im Kolben an. Also den Rest des Rennens sich mehr mit schieben und rumquälen befassen um noch durch das Ziel zu kommen. Zwischenzeitlich hatten wir auch noch unseren Tachogeber verloren, aber das Zündapp Cross Team hat uns geholfen, und sofort einen anderen bereitgestellt. Nach für uns langen vier Stunden stand es fest, erster werden wir nicht mehr, nicht mal annähernd. Bei der Siegerehrung gab für den ersten Platz einen wunderschönen Marmorpokal, hätten wir gerne gehabt. Aber für den 11. Platz gab es leider nichts. Anschließend trafen sich irgendwie alle die noch da waren in unserem Zelt. Wir ließen uns die ganze Veranstaltung nochmal durch den Kopf gehen, und sind zu dem Ergebniss gekommen, das es das beste Rennen war was wir in Etzel erlebt haben. Am nächsten morgen gab es in "Mausis Hafenbude" noch nen leckeren Tass Kaff, und im Anschluß daran haben wir uns verabschiedet. |